Oromo Horn von Afrika Zentrum e.V.
Als Deutsch - Afrikanische Begegnungsstätte gegründet, nahm das Oromo Horn von Afrika Zentrum bereits im Jahre 1985 seine Tätigkeit in Berlin-Wedding auf und ist damit einer der ältesten und renommiertesten Vereine für Migration in Berlin.
Die Aufgabe des Vereins ist damals wie heute die Förderung von Akzeptanz in einer multikulturellen Gesellschaft, in der die erfolgreiche Gestaltung von Integration Gleichheit für alle bedeutet.
Das Oromo Horn von Afrika Zentrum gilt als Anlaufstelle in allen Bereichen der Integrationshilfe, als Orientierungspunkt für Geflüchtete und leistet aktive Hilfe zur Verbesserung der Migration.
Der Verein unterstützt bei Behördengängen, z.B. beim Sozialamt, der Ausländerbehörde oder dem Jobcenter, bietet Übersetzungsarbeit bei Formalien, individuelle Beratung und hilft bei der Vermittlung von Rechtsbeistand.
Neben einem Sprachtraining fördert das Zentrum Schulprojekte und leitet Seminare zur Sensibilisierung für ethnische Minderheiten in Deutschland.
Das Oromo Horn von Afrika Zentrum steht auch für die Erhaltung von Werten und Wurzeln der Migranten aus den verschiedensten Teilen Afrikas, die im Austausch und Begegnungen gepflegt werden. Ein Schwerpunkt des Zentrums gilt auch der Aufklärung über das Volk der Oromo, die Ureinwohner Ostafrikas. Welches mit ca. 50 Millionen Menschen die zweitgrößte Volksgruppe in Afrika darstellt und die seit der Kolonialisierung ihres Landes immer wieder massiven Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt ist.
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40 JAHRE OROMO HORN VON AFRIKA ZENTRUM (OHAZ) E.V.
AKTIVE INTEGRATIONSPOLITIK IN BERLIN
40 Jahre sind ein wichtiger Anlass für uns, allen Unterstützern Danke zu sagen, zurückzublicken, zu feiern und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.
Die Entwicklungsgeschichte des Oromo Horn von Afrika Zentrums (OHAZ) e. V. hat ihre Wurzeln in den Beweggründen der Oromos, nach Deutschland zu kommen. Die Beziehungen zwischen dem Oromo und Deutschland reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und wurden durch Sklaverei, Missionierung, die Kolonialzeit, Bildungsinitiativen und vor allem durch politische Flucht im 20. Jahrhundert geprägt.
Im Jahr 1985 begann die Arbeit des Oromo Horn von Afrika Zentrums im Nachbarschaftshaus Prinzenallee 58 in Berlin-Wedding. Das Ziel bestand darin, neu in West-Berlin angekommene junge Flüchtlinge zu unterstützen und ihnen Orientierung zu geben.
Bei der Gründung und Entwicklung des Zentrums spielten die Gründungsmitglieder Taye Teferra, Friedrich Grün, Aster Gemeda, der damalige Inhaber des Olyaana-Cafés Ali Ahmed, die damalige Bezirksbürgermeisterin Erika Hess, der damalige Weddinger Bezirksstadtrat Hans Nisble und Dr. Gunnar Hasselblatt von BMW eine große Rolle.
Diese 40-jährige OHAZ-Dokumentation ist die Geschichte einer Migrantenorganisation in Berlin und ihres Beitrags zur Integration und zum gesellschaftlichen Zusammenleben in der Stadt. Doch die Dokumentation spiegelt auch das Oromo-Leben mit all seinen Facetten wider.
Das Zentrum hat die Menschenrechtsverletzungen in Äthiopien und das Schicksal des Oromo-Volkes stets im Blick behalten.
Die Dokumentation spiegelt die verschiedenen Integrationsprozesse, politischen Aktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen in Berlin wider.
Die Zeitzeugen, die uns ihre Erfahrungen mit OHAZ geschildert haben, ermutigten uns, unsere Arbeit fortzusetzen.
Die Dokumentation erinnert an das Schicksal der ersten Oromo-Mädchen und -Jungen, die Mitte der 1800er Jahre nach Deutschland gebracht wurden.
Neben der 40-jährigen Integrationsarbeit richtet sich der Blick in die Zukunft auf die zahlreichen Dokumente mehrerer Organisationen, die im OHAZ über einen Zeitraum von 40 Jahren gesammelt wurden und die Migrationsgeschichte widerspiegeln.
Das gesamte OHAZ-Team ist dankbar für die erfahrene Unterstützung und wünscht sich diese auch für die Zukunft.